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Zu einem Bild gehört auch ein Rahmen. Doch welcher der richtige ist, um ein Werk angemessen einzufangen, darüber streiten sich die Geister. Einigkeit herrscht dagegen bei den grundlegenden Funktionen. Egal, ob einfach mit Klapprahmen oder künstlerisch mit einem Passepartout: Ein Rahmen ist immer dazu da, den Fokus auf das Bild zu lenken und es vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Die Wirkung und der Gesamteindruck schwanken je nach gewählter Umrahmung. Ein Passepartout zum Beispiel gibt jedem Werk einen Hauch Geschichte. Es verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und rückt so jedes Gemälde in ein neues Licht. Massive Holzrahmen mit Einkerbungen dagegen wirken eher rustikal. Das eingerahmte Bild bekommt so einen gemütlichen Charakter. Was darauf zu sehen ist, würde in einem Rahmen aus Stahl viel unfreundlicher und kälter erscheinen. Ist der Rahmen alt und abgenutzt, vermittelt das den Anschein, dass das Bild auch sehr alt sein muss. Der Wert wird damit gesteigert.
Egal, welcher Rahmen gewählt wurde, wichtig ist, dass er das Bild nicht erdrückt. Ein sehr helles Werk kommt in einem extrem dunklen Rahmen überhaupt nicht zur Geltung. Es darf nie passieren, dass der Blick zuerst auf den Rahmen fällt. Das kann geschehen, wenn dieser zu auffällig und extrem reich verziert ist, sodass er eigentlich ein eigenes Kunstwerk darstellt.
Zum Schluss ist sowieso nur entscheidend, dass der Besitzer mit der Kombination zufrieden ist. Eine Patentlösung gibt es für diese Frage nicht. Schließlich sind die Geschmäcker der Menschen grundverschieden. Was dem einen gefällt, findet der andere abscheulich. Und das ist auch gut so. Viele Werke der Kunstgeschichte wären sonst niemals entstanden.
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